Zar Putin

Laut Wikipedia ( http://de.wikipedia.org/wiki/Zar ) geht der Titel auf eine Ableitung des römischen Caesar zurück. Er wurde bereits im 10. Jahrhundert in Bulgarien eingeführt. Wie nicht nur dem Artikel zu entnehmen ist, wird der Titel jedoch eher mit den russischen Monarchen in Verbindung gebracht. Der letzte Zar, Nikolaus der II, wurde 1917 durch die Duma zur Abdankung gezwungen. Dieselbe Institution wählte  fast hundert Jahre später Putin zum Regierungschef unter Führung des Präsidenten Medwedew. Jetzt im Jahr 2012 hat es Putin wieder geschafft und aus seiner Sicht ihm zustehenden und, ebenfalls aus seiner Sicht vom Volk gewünschten, Posten des Präsidenten Russlands. http://www.spiegel.de/flash/flash-28118.html

Zum Glück schreiben wir hier einen Blog und unterliegen nicht irgendwelchen redaktionellen Pflichten. Somit bin auch ich nicht zwangsläufig dazu verpflichtet alles subjektiv zu betrachten.

Nun zum eigentlichen Thema, Putin wurde gestern mit einer überwältigenden Mehrheit zum neuen Präsidenten Russlands gewählt. Um eventuellen Vorwürfen entgegen zu wirken hat er bereits vor den Wahlen verkündet, dass er vermute die Opposition würde um ihm zu schaden die Wahlen manipulieren. Von den abstrusen Mordplänen und Verschwörungen plauderte er ja bereits am Mittwoch (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,818477,00.html ). Egal, wenn es irgendwie machbar wäre, würde er nur um der russischen Seele zu neuem Aufschwung zu verhelfen wirklich wieder den Zarentitel samt der dazugehörigen Befugnisse und Rechte ausrufen lassen. Dass er der geeignetste Kandidat für diesen Posten wäre steht für ihn natürlich außer Frage. Was soll man jetzt davon halten? Jeder weiß wie diese  gelenkte Demokratie, die unter Jelzin angefangen hat und sich unter Putin und seiner Marionette verfestigte, wirklich aussieht. Hierzu habe ich einen schönen Beitrag bei einem Freund gesehen. Aber die Weltpolitik hält still und protestiert nur verhalten. Zu viele Rohstoffe liegen in Russland und wollen gefördert und gekauft werden. Da können es sich die anderen Regierungen, also die Wirtschaft des jeweiligen Landes, nicht leisten ernsthaft gegen solche Dinge vor zu gehen.

Mir fällt zwar hier wieder das klassische Zitat, „Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.“ , ein. Doch bin ich mir hier in Russland nicht sicher, ob das Volk diese Regierung wirklich verdient hat. Andererseits ist gerade das russische Volk sehr von einer Obrigkeitshörigkeit geprägt. Dies hat sich nur sehr langsam in den letzten Jahren angefangen zu verändern. Wie soll also ein Volk, das immer durch eine recht totalitäre Führung geprägt war, ohne Probleme in eine Demokratie übergehen. Ansätze hierfür sind vielleicht solche doch recht unorthodoxen Führungsstile wie es die russische Regierung gerade versucht eine Chance ein Volk zu mehr Zusammenhalt zu führen. Sicherlich ist die Figur Putin nicht die ideale Besetzung für diesen Posten, aber ein Mensch der ein Volk eint … . Wäre nicht das genau die Fiktion der man wieder einmal hinterherstreben sollte? Warten die Briten nicht auch immer noch auf Ihren König? Brauchen die Amerikaner nicht immer eine starke Leitfigur um ihr Bestes zu geben? Haben wir Deutschen nicht auch manchmal die Sehnsucht wieder einen Kaiser zu haben, der Wirtschaft und Politik wieder zu einer gewissen Menschlichkeit verhilft?

Aber sind wir Deutschen derzeit besser dran? Unsere Regierung scheint ja nur aus Betrügern und Dieben zu bestehen. Die oberste Führung zickt sich untereinander an, wie man es sonst nur von Kindergartenkindern erwarten würde. Als ich vorhin das Zitat von Joseph Marie de Maistre suchte fand ich auf Wikipedia zu diesem Zitat eine wunderbare Drehung dieses Zitates von Egbert Nießler vom Hamburger Abendblatt, „„Allerdings gilt die Weisheit oft auch umgekehrt. Auch die Regierenden haben das Volk, das sie verdienen. Denn in stabilen Staatswesen haben sie sich durch ihr Handeln ihre Bürger zu dem erzogen, was und wie sie sind.“.

Ich bin kein Mensch der sich seine Freiheit gerne komplett beschneiden lassen wollen würde, aber ich glaube (ich darf hier als einziger glauben, da mein Denken ja evtl. größeren Schaden anrichten könnte) aber das ein Großteil des Volkes  nicht mehr fähig ist an einem demokratischen Prozess teil zu nehmen. Die Bildung derer, in dessen Hände wir dadurch Entscheidungen legen würden, ist weit unter dem Niveau welches notwendig wär um diese Entscheidungen auch gut zu durchdenken. Hierzu ein letztes Zitat des großartigen Dr. John Becker, „Der Preis für die Demokratie ist die Tatsache, dass Vollidioten wählen, alles sagen und sich hemmungslos fortpflanzen dürfen.“

Denkt Ihr doch mal darüber nach.

geboren gelebt noch nicht gestorben

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2 Gedanken zu “Zar Putin”

  • Herr We